Das Teddybärenkrankenhaus vom 28.10.2017

Buchen. (adb) Sobald von Arztbesuchen oder Krankheiten die Rede ist, weicht die kindliche Unbeschwertheit oftmals der großen Angst. Dem versuchte am Samstag das Buchener „Teddybären-Krankenhaus“ entgegen zu steuern: Auf spielerische Weise lernten viele Mädchen und Jungen im Rahmen der „Gesundheitstage“ ausgerichtete Gemeinschaftsprojekt der Necker-Odenwald-Kliniken und dem TSV Buchen 1863 e.V. das Krankenhaus kennen.

Am Samstag schlüpften die Kinder hierfür in die Elternrolle und brachten entweder ein Kuscheltier oder eine Puppe aus dem heimischen Spielzimmer mit, die dann von Dr. Harald Genzwürker untersucht und „behandelt“ wurde. Wie der Chefarzt der Anästhesie und ärztlicher Direktor der Neckar-Odenwald-Kliniken betonte, sollten die Kinder „zwanglos erleben, was in einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis eigentlich vonstatten geht und dadurch etwaige Berührungsängste abbauen“. Von der Annahme über die Vorbereitungs-Formalitäten und das Wartezimmer bis hin zur Untersuchung und der Behandlung durchliefen die Kinder und ihre Teddybären, Plüschkätzchen oder Puppen die Stationen. „Natürlich haben wir auch Rezepte ausgestellt, die in unserer ‚Kinderapotheke’ gegen Gummibärchen einzulösen waren“, schilderte Genzwürker lächelnd. Das „Arztpersonal“ bestand aus drei Auszubildenden des Bildungsinstituts für Gesundheits- und Krankenpflege Mosbach sowie Jugendlichen, die gegenwärtig ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim TSV Buchen absolvieren.

„Oft sind die Kinder im Alltag zwar noch unverkrampft und locker, nehmen jedoch Berichte aus dem Umfeld – etwa wenn der Onkel krank wird – deutlich ernster als etwa ein Erwachsener, weil sie die Abläufe noch nicht kennen. Außerdem geht schließlich keiner gern ins Krankenhaus!“, berichtete Dr. Harald Genzwürker aus seinen Erfahrungen. TSV-Vorsitzender Kurt Bonaszewski, auf dessen Initiative die 2012 erstmals durchgeführte Veranstaltung am Samstag wiederholt wurde, sprach einen anderen Aspekt an: „Die Kinder sollten bei dieser Aktion ihre Ängste verlieren und stattdessen lernen, dass der Arztbesuch ihnen helfen kann – und heuer wollten wir sozusagen eine ‚neue Generation’ von Kindern erreichen, nachdem das Konzept unseres Teddybären-Krankenhauses vor fünf Jahren schon auf eine so gute Resonanz bei Kindern und Eltern stieß!“