Ein überzeugend ärgerlicher Auswärtspunkt

Unentschieden in der letzten Sekunde in Rauenberg – Nächste Woche letztes Auswärtsspiel der Saison in Birkenau

 

Da waren es nur noch sechs. Am vergangenen Sonntag hatte dieser Ausspruch eine Vielzahl an Bedeutungen. Vor der Partie war es wohl ein Hinweis auf die Personaldecke der Buchener Landesliga Herren. Nach der Partie offenbarte ein Blick in den Spielplan, dass nur noch sechs Partien zu bestreiten sind.
Mit etwas mehr Fortune könnte man nach diesem 15. Spieltag ein klein wenig entspannter auf die Tabelle schauen. Allerdings sollte man auch nicht zu kritisch sein. Wer wissen möchte was in der Mannaberghalle passieren kann, der frage in der NOK-Kreisstadt nach.
Buchen startete gut in die Partie in der, beim der TSV eher mit Negativerlebnissen besetzten, „Mannabergfestung“. Obwohl die Hausherren mit einer 2:0-Führung starteten, zeigte sich der TSV eher unbeeindruckt. Simon Röckel versenkte gleich seinen ersten Strafwurf und gab damit quasi den Startschuss für den Buchener Angriff. Janik Weis zog auf Rückraum Mitte konsequent die Fäden und setzte sich selbst und seine Mitspieler gut in Szene. Langsam aber sicher kam dann auch der Buchener Defensivverbund besser in die Partie und die Malschenberger Büffel kamen mit Ihrem eigenen Spielgerät nicht besonders gut zu Recht. Die Buchener Abwehr konnte so ein ums andere Mal technische Fehler erzwingen und im Tempospiel auch in Tore ummünzen. So gelang den Gastgebern zwischen der zwölften und 25 Minute nur ein Treffer während sich der TSV auf 7:14 absetzen konnte. Damit wären wir auch schon beim ärgerlichen Teil. Zur Wahrheit gehört nämlich auch, dass man in dieser Phase mehr als einmal in aussichtsreicher Position am Malschenberger Schlussmann scheiterte. Somit hätte der Halbzeitvorsprung gut und gerne höher ausfallen dürfen als die tatsächlichen fünf Tore beim 9:14 nach dreißig Minuten.

Glücklicherweise misslang der Start in den zweiten Durchgang nicht völlig. Nach kurzem Stotterstart sprang die Maschine der Buchener wieder an und lief bis zur 45. Minute ganz ordentlich. Die letzten Minuten waren dann allerdings von einigen Hinausstellungen sowie inkonsequentem Angriffsspiel geprägt. Zuerst musste Basti Beck zuschauen was die „Büffel“ eiskalt ausnutzten und auf 22:24 heranrückten. Dann musste auch noch Sascha Weimer und kurz darauf Janik Weis nach spektakulärem Zusammenprall für zwei Minuten auf der Bank platznehmen. Die doppelte Überzahl bestritten die Gastgeber erneut souverän, konnten beim 25:25 ausgleichen und plötzlich schien der TSV Buchen besiegt. Ein Doppelschlag von Hemberger und Klefenz war der vermeintliche Deckel auf der Partie – 27:25.
Von der Buchener Regie kam nun der Ruf zur Bank mit einem Team Time-Out. Nach kurzer Besprechung einigte sich der TSV wohl darauf, dass die Partie noch zu drehen sei und lieferte dann ab. Strafwurf herausgeholt, versenkt und noch 50 Sekunden zu spielen. Nun ließen die Malschenberger jegliche Cleverness vermissen und die Buchener stellten die Defensive. Der TSV eroberte das Spielgerät. Erneut in Ballbesitz zeigte man die nötige Kaltschnäuzigkeit, spielte lang und fand die Lücke über Außen. Christoph Schmitt durfte wenige Sekunden vor Schluss zum umjubelten Ausgleich einnetzen. Die sofort genommene Auszeit des Heim-Coaches sorgte noch einmal für einen letzten Moment der Konzentration, da noch drei Sekunden zu spielen waren. Diese nutzen die Gastgeber für einen letzten verzweifelten Wurfversuch in Richtung Buchener Gehäuse. Doch die Zeit war bereits abgelaufen und der TSV sammelte damit einen wichtigen Bonuspunkt in fremder Halle ein. Nach Halbzeit Eins vielleicht etwas ärgerlich nicht doppelt gepunktet zu haben. Die Malschenberger, jedoch ihres Zeichens Tabellendritter so lange am Rande einer Niederlage zu haben geht am Ende völlig in Ordnung.

Nächsten Samstag geht es nun nach Birkenau und damit zum letzten Auswärtsspiel der Landesligasaison 19/20. Den kompletten Schlussspurt bis zum 25. April absolviert man dann in den eigenen vier Wänden.

 

Es spielten: Nirmaier (Tor), Theobald (Tor), Weber J. (1), Kraft (1/1), Weber R. (5), Engel, Beck (2), Weis (3/2), Schmitt (4/1), Röckel (3/2), Weimer (8), Dosch