Spartenleitungswechsel bei den Handballern des TSV

TSV Buchen Handball begrüßt neuen Spartenleiter

Nach einem in jeder Hinsicht erfolgreichen Jahr 2019, zeichneten sich bereits Januar grundlegende Veränderungen ab.   Nach zehnjähriger Tätigkeit gab Ralf Rohmann sein Amt als Spartenleiteier des TSV Buchen Sparte Handball ab. Auch in stürmischen Phasen war Ralf stets der Fels in der Brandung. In seiner Amtszeit gab er den Anstoß für viele Veränderungen, auch in der Struktur der Sparte. Bei der  Umstrukturierung weg von der klassischen Rollenverteilung, hin zu einem neuen Gesamtteam,  zeigte er stets seine kreative und engagierte Art, Herausforderungen anzupacken.  Durch die gegenseitige Unterstützung innerhalb des Teams wurden Aufgaben verteilt und die Effektivität gesteigert.  Der turbulente  Rückzug der Herren aus der Landesliga zu Beginn der Ära Rohmann wurde nicht zu einem Tiefpunkt, sondern stellte schließlich die Chance zu einem Neubeginn dar. Das Konzept des Spartenleiters, das Augenmerk auf die Jugend und die Nachwuchshandballer in den eigenen Reihen zu setzten, sollte sich schon bald bewähren. In dieser Übergangszeit zeigten vor allem die Damen des TSV Buchen Handball, wie man sportliche Erfolge verbuchen konnte. Eine grandiose Saison wurde mit dem Aufstieg in die Bezirksliga abgeschlossen. Auch hier war die Handschrift unseres Spartenleiters zu lesen. Die Verknüpfung aus jungen Talenten und erfahrenen alten Hasen, sollten die Grundsteine legen, für weitere sportliche Erfolge. Und Ralf Rohmann sollte Recht behalten. Die Männer eroberten sich ihren Platz in der Landesliga zurück und verdeutlichten das Konzept: „Wir kommen um zu bleiben!“  Wer sportliche Erfolge verbucht, der sollte dies natürlich auch feiern dürfen. Als krönender Abschluss seiner Amtszeit stand noch ein ganz besonderes Ereignis an. Die Sparte Handball feierte ihren 50. Geburtstag, was ein Fest der Feste wurde auf die Beine gestellt und präsentierte auch nach außen, was die Sparte Handball zu leisten fähig ist. Nach zehn Jahren mit Höhepunkten, viel Arbeit und dem dazugehörigen Spaß verlässt nun der Kapitän das Schiff und die Crew dankt ihm von Herzen für die engagierten Jahre.

Doch was nun? Eine Ära vorbei, folgt der tiefe Fall? In der Sparte Handball definitiv nicht. Die Handballer können sich  auf einen jungen, höchst engagierten Mann aus den eigenen Reihen freuen, der genau aus dem richtigen Holz geschnitzt ist, um so eine Aufgabe anzunehmen.  Philipp Kraft übernimmt die Funktion des Spartenleiters. Kraft zeigt sich in der neuen Rolle wie auf dem Spielfeld, als Macher und Motivator, der der gerne Verantwortung übernimmt, aber nur mit einer starken Mannschaft auch erfolgreich sein kann. Das Team um Kraft wird maßgeblich von Marion Michael, Andreas Hollerbach unterstützt.  Dieses Trio will den Schwung der letzten Jahre mitnehmen und die Sparte Handball weiter fördern. Dass dieser Elan schon bald durch eine globale Krise einen Dämpfer bekommen sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen. Die Corona-Krise traf auch die Handballer eiskalt. Eine Situation, die niemand schon einmal erlebt hätte und gleichzeitig einen Berg an Aufgaben mit sich brachte. Der komplette Spielbetrieb wurde abgesagt und Hallensport wurde generell  bis auf unbestimmte Zeit untersagt.

Den Kopf in den Sand zu stecken, dafür sind wir Handballer einfach nicht gemacht. Philipp Kraft und sein Team packten auch diese Aufgabe an. Gerade in der Krise muss man zusammenhalten und zusammenarbeiten.  Die Sparte Handball wurde kreativ, und entwickelte Ideen lokale Partner zu unterstützen. Mit der Gutscheinaktion 1863 (die Lokalzeitungen berichteten darüber) wollte man auch der Öffentlichkeit zeigen, wie wichtig den Handballern Gemeinschaftssinn auch außerhalb des Sports ist. Da im Shut-down gemeinsame Trainingsaktivitäten nicht möglich waren, versuchten sich die Senioren mit individuellen Trainingsplänen fit zu halten.  Durch Wochen-Challenges hat man versucht den Sportsgeist  zu wecken und sich gegenseitig durch das Überbieten der Zeiten zu motivieren.   Der Trainingsstopp hat vor allem die Handballjugend stark getroffen. Gerade für sie sind das soziale Miteinander und der spielerische Kontakt mit dem Ball enorm wichtig. Als kleinem Ausgleich konnten die Kinder an einem Video-Training, das die aktive Handballerin und FSJ-lerin Alina Friedmann anbot, teilnehmen. In der Zwischenzeit versucht  man so gut wie möglich, den Trainingsbetrieb unter den geltenden Vorschriften wieder aufzunehmen. Die Männer und Damen testen bereits den Trainingsbetrieb unter den neuen Vorzeichen und sind guter Dinge.

Wann und in welcher Form die neue Runde beginnen wird, kann heute niemand voraussagen. Das Team um Philipp Kraft wird sich aber den Herausforderungen stellen und versuchen immer das Beste aus der Situation zu machen.