Serie der Hanballer reißt denkbar knapp

  • 2. März 2026

Nach drei Siegen in Folge und der jährlichen und auch notwendigen Faschenachts-Pause. Ging es für die Landesliga Handballer des TSV Buchen zur weitesten Auswärtsfahrt des Jahres nach Weil im Schönbuch. In der Theorie waren die Rollen recht klar verteilt. Buchen im oberen Drittel der Tabelle während die HSG Schönbuch sich ernsthaft mit dem Abstiegskampf beschäftigt. Zum ganzen Bild gehört allerdings, dass die Landesliga 1 des Baden-Württembergischen Handballverbands eine sehr ausgeglichene Liga ist. Nur vier Punkte trennen Treppchen von potenziellem Abstiegsplatz.

Der Start in die Partie war dann fahrig auf beiden Seiten. Die Buchener Beine waren wohl noch im Fußraum der Fahrzeuge geblieben und so sorgten technische Fehler und eine ganze Serie von Fehlwürfen für einen schnellen Rückstand. Ein erstes Team-Timeout zeigte auch nur bedingt Wirkung und die HSG Schönbuch erspielte sich nicht fehlerfrei, aber mit etwas mehr Überzeugung ein kleines Polster.

Beim 9:3 nach knapp 20 gespielten Minuten schien das Pendel schon deutlich in Richtung Hausherren auszuschlagen. Mit einem Eishockeywechsel im Rückraum sorgte die Buchener Bank dann für einen kleinen Momentumwechsel. Die neue Angri;sreihe legte eine Schippe drauf und stellte bis kurz vor Pausenpfiff auf 10:7. Buchen war wieder im Spiel und die Gastgeber nutzen ihr Recht auf 60 Sekunden Besprechung.Der TSV legte trotzdem nochmal nach und beim 10:8 sorgten dann die unparteiischen für eine weitere Buchener Unterzahl. Nach Strafwurf Schönbuch und Fehlwurf Buchen ging es mit 12:8 in die Halbzeit. Nicht schön aber machbar.

Der Auftakt zu Durchgang Zwei gelang dem TSV Buchen dann nach Maß und das folgerichtige 12:12 erzielte Jonas Weber in der 36. Spielminute.Allerdings gelang auch in dieser Phase keine Führung. Statt im Gefühl, die deutlich bessere Mannschaft zu sein, weiter zu agieren, streuten die grün-weißen gleich mehrere technische Fehler ein. Fehlpass, Fehlwurf, Schrittfehler und diese Einladung nahm die HSG gerne an. Immer wieder mussten die Männer um Röckel, Weimar und Rohmann einem Rückstand hinterherhecheln. Ein besonderes Verhältnis entwickelte sich zwischen Carlo Rohmann im Tor und den unparteiischen, denen er mehrfach glaubhaft machen musste, den Ball nicht berührt zu haben und es Ball für Buchen sei. Überzeugen konnte er die Herren an der Pfeife jedoch nie und mehrere klare Fehlwürfe kamen wieder zurück in Schönbucher Hände.

Auf der anderen Seite des Feldes, kam beim 19:18 noch einmal Hoffnung auf. Die HSG scheiterte in Ihrem Angriff an der stabilen Buchener Defensive und durfte sich trotzdem mit der letzten Aktion noch über einen Strafwurf freuen. Der führte zum 20:18 und der Vorentscheidung. Bei nur noch 120 zu spielenden Sekunden netzte Basti Beck elegant per Heber. Aber die Heimmannschaft spielte ihre Offensivaktion schlau zu Ende und traf erneut. Im letzten Angriff der Partie gelang dann nur noch Ergebniskorrektur zum 21:20 Endstand.

Für den TSV Buchen steht damit nach drei Siegen in Serie wieder eine Niederlage in der Statistik. Betrachtet man allein die ersten 20 Spielminuten sicherlich verdient. In der Gesamtschau hatte jedoch auch die HSG Schönbuch sicher keinen Sieg verdient und eine Punkteteilung wäre in einer gerechten Welt das passende Ergebnis. So konnte der TSV Buchen nach den Vorwürfen des Schönbucher Trainers aus dem Hinspiel, das Handball ohne Harz ein anderer Sport wäre, etwas entgegensetzen. Der TSV Buchen scheint dementsprechend ein vielversprechender Kandidat im Handball-Biathlon zu sein. Nächster Gegner im Handball ohne Harz ist kommende Woche schon der TSV Asperg. Der Tabellenführer aus dem Ludwigsburger Speckgürtel hatte im Hinspiel den Buchenern die Grenzen aufgezeigt und macht seine Aufwartung jetzt in der Sport und Spielhalle.

Für Buchen spielten: Rohmann, Noe, Weber (1), Zaiser, Weber (1), Große (3), Schulze, Beck (1), Weis M. (1), Weis J. (1), Münch, Stephan R., Röckel (6), Weimer (6)